{"id":3185,"date":"2021-10-06T11:35:22","date_gmt":"2021-10-06T09:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/refhunter-exp.doom\/?post_type=ten_steps&#038;p=2961"},"modified":"2025-02-14T16:50:54","modified_gmt":"2025-02-14T15:50:54","slug":"fortgeschrittenes-wissen","status":"publish","type":"research_support","link":"https:\/\/refhunter.org\/en\/research_support\/ergaenzende-recherchemoeglichkeiten\/fortgeschrittenes-wissen\/","title":{"rendered":"Fortgeschrittenes Wissen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum erg\u00e4nzende Recherchemethoden?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Eine umf\u00e4ngliche bzw. sensitive Literaturrecherche umfasst neben der Literaturrecherche in Fachtdatenbanken weitere Recherchequellen (Cooper et al., 2017; Hirt, Neyer &amp; Nordhausen, 2019). Ein Vorschlag f\u00fcr eine m\u00f6gliche Reihenfolge f\u00fcr das Durchsuchen von zus\u00e4tzlichen Recherchequellen wurde von Cooper et al. (2018) erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Gr\u00fcnde, warum eine Referenz nicht in einer Datenbank zu finden ist und daher erg\u00e4nzende Recherchemethoden empfehlenswert sind (erg\u00e4nzt nach Bethal &amp; Rogers, 2019):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine Referenz ist nicht indexiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Referenz ist noch nicht indexiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Referenz ist nicht in der Datenbank indexiert, welche durchsucht wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Referenz ist fehlerhaft indexiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Referenz ist unvollst\u00e4ndig indexiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Referenz ist in einer anderen Suchsprache indexiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Titel und\/oder das Abstract (und\/oder andere Suchfelder) werden nicht mit den Suchbegriffen adressiert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Eine \u00dcbersichtsarbeit von Cooper et al. (2017) stellt zus\u00e4tzliche Recherchem\u00f6glichkeiten mit der jeweiligen Absicht, der zur Verf\u00fcgung stehenden Evidenz sowie den Vor- und Nachteilen dar. Grunds\u00e4tzlich ist zu beachten, dass eine umfangreiche Literaturrecherche immer aus einer Datenbankrecherche und einer oder mehreren erg\u00e4nzenden Recherchem\u00f6glichkeiten bestehen sollte (Cooper et al., 2018; Hirt et al., 2019).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche erg\u00e4nzende(n) Recherchemethoden sollte(n) ausgew\u00e4hlt werden<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, welche erg\u00e4nzenden Recherchem\u00f6glichkeiten ausgew\u00e4hlt werden, sollte in Abh\u00e4ngigkeit vom Thema der Fragestellung sowie vom Rechercheprinzip bzw. den damit im Zusammenhang stehenden verf\u00fcgbaren Ressourcen getroffen werden. Bei einem sehr neuen bzw. wenig erschlossenen Forschungsthema erscheint bspw. eine vorw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche weniger zielf\u00fchrend, weil die bereits gefundenen Referenzen noch nicht alt genug sind, um selbst bereits zitiert worden zu sein. M\u00f6glicherweise eignet sich die Suche nach noch nicht ver\u00f6ffentlichten bzw. gerade laufenden Studien \u00fcber Studienregister oder \u00fcber die Kontaktierung von Expertinnen und Experten in diesem Fall besser, um weitere themenrelevante Studien zu finden. Wenn der Schwerpunkt einer spezifischen Recherche darin liegt, lediglich einige wichtige Referenzen zu finden, ist es legitim, g\u00e4nzlich auf erg\u00e4nzende Recherchem\u00f6glichkeiten zu verzichten. Eine sensitive Recherche mit dem Ziel, m\u00f6glichst alle relevanten Referenzen zu identifizieren, k\u00f6nnte hingegen die Nutzung mehrerer erg\u00e4nzender Recherchem\u00f6glichkeiten erfordern. Entscheidend ist daher die begr\u00fcndete Auswahl oder Nichtauswahl von erg\u00e4nzenden Recherchem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden werden die f\u00fcnf erg\u00e4nzenden Recherchemethoden n\u00e4her beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zitationssuche <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-background-color has-background\"><strong>Zitationssuche:<\/strong><br>Bezeichnet die Identifikation weiterer Referenzen auf Basis von einzelnen oder mehreren bereits gefundenen, relevanten Suchtreffern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Es ist ein Oberbegriff f\u00fcr die r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche und die vorw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-background-color has-background\"><strong>R\u00fcckw\u00e4rtsgerichteten Zitationssuche:<\/strong><br>Suche nach Referenzen, welche von bereits bekannten Referenzen zitiert werden. Dabei wird das Literaturverzeichnis der bereits bekannten Referenzen durchsucht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-background-color has-background\"><strong>Vorw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche:<\/strong><br>Suche nach Referenzen, welche die bereits bekannten Referenzen zitiert haben. Somit sind die bereits bekannten Referenzen Bestandteil von deren Literaturverzeichnis.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Eine Eselsbr\u00fccke f\u00fcr die Arbeit mit den Begrifflichkeiten kann sein, die r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche mit Vergangenheitssuche zu assoziieren, hingegen die vorw\u00e4rtsgerichtete Zitationssuche mit Zukunftssuche. <\/p>\n\n\n\n<p>Die r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Zizationssuche ist analog oder h\u00e4ndisch m\u00f6glich (mithilfe der Durchsicht des Literaturverzeichnisses). Hingegen bedarf es f\u00fcr die vorw\u00e4rtsgerichtete Suche Zitationsdatenbanken, um die zitierenden Referenzen zu identifizieren. M\u00f6glich ist dies im Gesundheitsbereich bspw. mit Web of Science, Scopus und Google Scholar sowie der Anwendung Publish or Perish.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer Literaturrecherche kann es dabei zu mehreren Iterationen der vorw\u00e4rts- und r\u00fcckw\u00e4rtsgerichteten Suche kommen. Das geschieht dann, wenn durch diese Suchtechnik weitere relevante Referenzen identifiziert wurden. In diesem Fall kann sich jeweils eine r\u00fcckw\u00e4rts- und vorw\u00e4rtsgerichtete Suche ausgehend der neu hinzugekommenen Referenz(en) anschlie\u00dfen. Im optimalen Fall schlie\u00dfen sich so viele Runden der vorw\u00e4rts- und r\u00fcckw\u00e4rtsgerichteten Suche an, bis keine weiteren relevanten Referenzen identifiziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zitationssuchen k\u00f6nnen auch weniger systematisch und umfangreich erfolgen. Dabei geht es prim\u00e4r darum, wesentliche und hochrelevante Referenzen oder Referenzen bestimmter Personen f\u00fcr das eigene Recherchevorhaben bzw. Thema zu identifizieren (Bethal &amp; Rogers, 2019; Booth, 2008; European Network for Health Technology Assessment, 2017, S.&nbsp;10; Saimbert et al., 2016, S.&nbsp;164ff.). Bspw. besteht in der Web of Science Core Collection die M\u00f6glichkeit, h\u00e4ufig referenzierte Referenzen (Funktion: \u201eHighly Cited\u201c) aus dem recherchierten Forschungsbereich zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Weiterf\u00fchrung der Zitationssuche kann mit der Suche nach indirekten Zitierungen (auch Kozitierungen genannt) sowohl bei der r\u00fcckw\u00e4rts- als auch bei der vorw\u00e4rtsgerichteten Zitationssuche erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-background-color has-background\"><strong>Indirekte Zitationssuche (auf Basis der r\u00fcckw\u00e4rtsgerichteten Zitationssuche): <\/strong><br>Suche nach Referenzen, welche die gleichen Referenzen zitieren wie die Ursprungsreferenz(en), die f\u00fcr die r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Suche verwendet wurden bzw. in deren Literaturverzeichnissen sich \u00dcberschneidungen zu den Literaturverzeichnissen der Ursprungsreferenz(en) finden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die auf diese Weise gefundenen Referenzen nennt man kozitierende Referenzen (zitierende der zitierten Referenz(en)). Dabei gilt tendenziell, je mehr gemeinsame Referenzen eine kozitierende Referenz mit der\/den Ursprungsreferenz(en) teilt, desto h\u00f6her die Wahrscheinlichkeit, dass diese relevant ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-gray-background-color has-background\"><strong>Indirekte Zitationssuche (auf Basis der vorw\u00e4rtsgerichteten Zitationssuche):<\/strong><br>Suche nach Referenzen, die in den Literaturverzeichnissen der die Ursprungsreferenz(en) zitierenden Referenzen vorkommen, d. h. die von den die Ursprungsreferenz(en) zitierenden Referenzen ebenfalls zitiert werden. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die auf diese Weise gefundenen Referenzen nennt man kozitierte Referenzen (zitierte der zitierenden Referenz(en)). Dabei gilt tendenziell, je mehr der die Ursprungsreferenz(en) zitierenden Referenzen eine kozitierte Referenz in ihrem Literaturverzeichnis auff\u00fchren bzw. zitieren, desto h\u00f6her die Wahrscheinlichkeit, dass diese relevant ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen zum konzeptionellen Ansatz der indirekten Zitationssuche sowie zur praktischen Durchf\u00fchrung und Berichterstattung sind im TARCiS Statement (Hirt et. al., 2024) oder bei Belter (2016) bzw. Janssens, Gwinn, Brockman, Powell und Goodman (2020) zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende Abbildung veranschaulicht die verschiedenen Methoden der Zitationssuche in hierarchischer Form (Hirt, Nordhausen, Appenzeller-Herzog &amp; Ewald, 2021): <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><a href=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"420\" src=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-1024x420.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6162\" srcset=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-1024x420.png 1024w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-300x123.png 300w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-768x315.png 768w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-1536x630.png 1536w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2022\/03\/CT-1-2048x839.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Eine weitere Abbildung stellt die Beziehungen von direkter und indirekter Zitationssuche basierend auf einer Ursprungsreferenz dar (Hirt et al., 2021):<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"714\" src=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02-1024x714.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3929\" style=\"width:368px;height:256px\" srcset=\"https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02-1024x714.png 1024w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02-300x209.png 300w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02-768x535.png 768w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02-1536x1071.png 1536w, https:\/\/refhunter.org\/app\/uploads\/2021\/10\/CT-Schema_02.png 1842w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Bei manchen Datenbanken werden zudem auf Basis von Algorithmen weitere Referenzen beim Aufruf einer oder mehrerer Referenzen angezeigt. Bspw. bietet PubMed diesen Service via \u201eSimilar articles\u201c an. Der Algorithmus basiert hierbei auf inhaltlichen Zusammenh\u00e4ngen von Referenzen und wird mithilfe der Schlag- und Stichw\u00f6rter aus den Referenzen berechnet (European Network for Health Technology Assessment, 2017, S. 10; National Center for Biotechnology Information, 2018). Bei Web of Science und Scopus existieren hingegen vergleichbare Funktionen (\u201eRelated Records\u201d), die auf Kozitierungen basieren (Belter, 2016). Es kann Datenbanken geben, bei denen die Funktionsweise der \u00c4hnlichkeitssuche nicht transparent und nachvollziehbar beschrieben ist. Die Nutzung dieser Recherchefunktion sollte daher reflektiert erfolgen, insbesondere wenn nicht beschrieben ist, wie es zu diesen Literaturempfehlungen kommt. Gleichwohl kann der Einsatz bspw. im Rahmen einer orientierenden oder erg\u00e4nzenden Recherche hilfreich sein.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Suche in Studienregistern<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Suche in Studienregistern hat zum Ziel, laufende und abgeschlossene Studien zu identifizieren, von denen ein Studienregistereintrag vorliegt. M\u00f6glicherweise ergeben sich dabei Hinweise auf Studien, die zwar durchgef\u00fchrt, jedoch (noch) nicht ver\u00f6ffentlicht wurden. Bei Studienregistern handelt es sich in der Regel um eigenst\u00e4ndige Datenbanken, die \u00e4hnliche Merkmale und Funktionsweisen wie Datenbanken aufweisen. Aus diesem Grund werden Studienregister und deren Suchfunktionen sowie Charakteristika in RefHunter \u00e4hnlich wie andere Datenbanken detailliert vorgestellt. Studienprotokolle k\u00f6nnen durch eine Suche in Studienregister teilweise ebenfalls identifiziert werden. Diese sind jedoch vermehrt in Datenbanken zu finden, da Sie auch in Zeitschriften ver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Studienautorinnen und -autoren bzw. Expertinnen und Experten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Kontaktaufnahme mit Studienautorinnen und -autoren bzw. Expertinnen und Experten erm\u00f6glicht die potentielle Identifikation von zus\u00e4tzlichen publizierten und nicht publizierten Studien oder zus\u00e4tzlichen relevanten Studiendaten. Die zu kontaktierenden Personen k\u00f6nnen aus der zuvor durchgef\u00fchrten Recherche in Datenbanken als Studienautorinnen und -autoren identifiziert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren ist es denkbar, dass es Expertinnen und Experten gibt, die nicht als Autorinnen und Autoren der bereits eingeschlossenen Studien in Erscheinung treten und nach denen mithilfe von Recherchen \u00fcber g\u00e4ngige Suchmaschinen recherchiert werden kann. Die Befragung von Kolleginnen und Kollegen oder weiteren Fachpersonen wie bspw. Lehrende oder Professorinnen und Professoren nach Expertinnen und Experten ist ebenfalls m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Hilfreich k\u00f6nnte des Weiteren eine Recherche mit dem einem themenbezogenen Suchstring in der Web of Science Core Collection sein, um h\u00e4ufig vorkommende Autorinnen und Autoren zu identifizieren, die zum jeweiligen Thema mehrere Referenzen verfasst haben. Web of Science bietet hierbei den Vorteil, dass Suchtreffer auf bestimmte L\u00e4nder und\/oder Personen eingegrenzt werden k\u00f6nnen. Alternativ oder bei einer fehlenden Lizenzierung der Web of Science Core Collection kann eine Recherche in PubMed PubReMiner mit einer dem Thema entsprechenden Sucheingabe durchgef\u00fchrt werden (Koster, 2014). PubMed PubReMiner analysiert nach einer erfolgten Sucheingabe die Referenzen, welche in MEDLINE indexiert sind, hinsichtlich bestimmter Merkmale wie die Zeitschriften der Ver\u00f6ffentlichung sowie wie deren Autorinnen und Autoren nach H\u00e4ufigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin bieten viele Datenbanken die M\u00f6glichkeit, sich eine Liste aller Referenzen einzelner Studienautorinnen und -autoren bzw. Expertinnen und Experten in der Datenbank anzeigen zu lassen. Die Durchsuchung der Publikationslisten von bekannten Forschenden im jeweiligen Fachgebiet kann m\u00f6glicherweise weitere relevante Referenzen identifizieren, die in der Suche nicht ber\u00fccksichtigt wurden. Diese Option kann auch im Rahmen einer orientierenden Recherche genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Handsuche<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Handsuche beschreibt den Vorgang, in den durchsuchten Datenbanken nicht indexierte Zeitschriften manuell nach relevanten Referenzen zu durchsuchen (Hopewell, Clarke, Lefebvre &amp; Scherer, 2007; Lefebvre, Manheimer &amp; Glanville, 2011; Saimbert et al., 2016). Sie ist angezeigt, wenn bspw. Zeitschriften oder Konferenzb\u00e4nder mit potenziell relevanten Referenzen nicht, inkomplett oder falsch in einer Datenbank indexiert sind (Booth, Sutton &amp; Papaionnannou, 2016; Conn et al., 2003; Cooper et al., 2018; Saimbert et al., 2016). <\/p>\n\n\n\n<p>Dies kann analog mithilfe des Durchbl\u00e4tterns der definierten Zeitschriftenjahrg\u00e4nge oder auch elektronisch mithilfe der Durchsicht der Archive auf der jeweiligen Zeitschriftenhomepage erfolgen. Um (nicht indexierte) Fachzeitschriften und B\u00fccher zu identifizieren, kann die beispielhafte Auswahl der folgenden Recherchequellen behilflich sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>DOAJ (Directory of Open Access Journals) (DOAJ, 2018),<\/li>\n\n\n\n<li>DOAB (Directory of Open Access Books) (SemperTool, 2018),<\/li>\n\n\n\n<li>ZDB (Zeitschriftendatenbank) (Deutsche Nationalbibliothek &amp; Staatsbibliothek zu Berlin, o. J.),<\/li>\n\n\n\n<li>EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek) (Universit\u00e4tsbibliothek Regensburg, o. J.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Information, in welcher Datenbank eine Zeitschrift indexiert ist, kann \u00fcber zwei Wege erfolgen. Entweder findet sich die Information \u00fcber die Indexierungsorte auf der Homepage der jeweiligen Fachzeitschrift bzw. in der gedruckten Zeitschrift selbst oder der Inhalt einer Fachzeitschrift kann in den durchsuchten Datenbanken selbst (bspw. \u00fcber das Suchfeld \u201eJournal\u201c in MEDLINE via PubMed) gefunden werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit l\u00e4sst sich ausschlie\u00dfen, dass die Fachzeitschrift in der Datenbank gelistet ist oder herausfinden, welche Jahrg\u00e4nge der Fachzeitschrift dort indexiert sind. Auf Basis dieser Erkenntnisse k\u00f6nnen einzelne oder mehrere Zeitschriften f\u00fcr eine Handsuche ausgew\u00e4hlt werden. Wenn eine Zeitschrift in einer der Datenbanken gelistet ist, welche im Rahmen der Recherche durchsucht wurde, ist eine zus\u00e4tzliche Handsuche in der Zeitschrift in der Regel nicht notwendig (Hirt et al., 2020).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Websuche<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der Websuche wird das Internet nach weiteren Hinweisen auf publizierte und nicht publizierte Studien durchsucht. Herausforderungen dabei sind die M\u00f6glichkeiten einer systematischen Vorgehensweise sowie die damit einhergehende Transparenz und Dokumentation dieses Prozesses. F\u00fcr die Websuche k\u00f6nnen g\u00e4ngige oder spezifische Suchmaschinen und Meta-Suchmaschinen wie Google, Google Scholar oder etools.ch (Meta-Suchmaschine, welche die folgenden Recherchequellen gleichzeitig durchsucht: Ask, Base, Bing, DuckDuckGo, Exalead, Faroo, Fastbot, Google, Mojeek, Moose, Search, Tiger, Webliste, Wikipedia, Yahoo, Yandex) aber auch institutionelle und themenrelevante Webseiten benutzt werden. Es bietet sich an, (zentrale) Suchbegriffe der vorausgegangenen Recherche in den Datenbanken daf\u00fcr zu verwenden. Inwiefern spezielle Suchm\u00f6glichkeiten oder -techniken wie bspw. Operatoren, Suchbefehle oder Trunkierungen verwendet werden k\u00f6nnen, ist in den Hilfeseiten der Suchmaschinen nachzulesen. Die Suchfunktionen und Spezifika von Google Scholar werden in RefHunter detailliert vorgestellt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":3172,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-3185","research_support","type-research_support","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/research_support\/3185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/research_support"}],"about":[{"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/research_support"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/research_support\/3185\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17050,"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/research_support\/3185\/revisions\/17050"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/research_support\/3172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/refhunter.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}